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Liebenswertes Baltikum

Verliebt in Riga: Diese Stadt sucht ihresgleichen! Die Jugendstilhäuser in der autofreien Innenstadt sind liebevoll restauriert. Sie bilden die Kulisse für die vielen Cafes und Restaurants. Ihr sitzt draußen, meist geschützt durch Markisen und oft gewärmt durch Heizpilze. Mediterranes Flair im hohen Norden! Überall sind die Straßen und Plätze Tag und Nacht belebt. Um 04.00 Uhr morgens noch essen zu gehen ist kein Problem. Nie haben wir andere als freundliche, nette und hilfsbereite Menschen getroffen. Die Lebensfreude ist deutlich spürbar; erst 1990 sind die baltischen Länder Litauen, Lettland und Estland selbstständig geworden. Jetzt gehören diese Länder endlich ihren Menschen und so pflegen und hegen alle ihr Land, ihre Stadt und ihre Dörfer. Selten sahen wir eine sauberere Stadt als Riga: keine Kippen am Boden, keine achtlos weggeworfenen Verpackungen.

 


Immer liegt Musik in der Luft. Hier spielt eine Jazzband vor der Handelskammer und zwei Straßen weiter hören wir klassische Töne einer Querflöte und einer Geige. Musik spielte schon immer eine große Rolle in der Geschichte des Baltikums. All die vielen Open Air Veranstaltungen sind kostenfrei!
Im August erreicht die Stimmung einen neuen Höhenpunkt. Immer am dritten Augustwochenende feiert die Stadt ihr Fest: Rigas Svetki, so etwas haben wir noch nicht erlebt! Gleich zu Beginn der mehrtägigen Veranstaltung wird „Carmina Burana" von Carl Orff open air aufgeführt. Dann folgen Tage der Ausgelassenheit mit unendlich vielen Straßenmusikern, mit Kleinkunst und akrobatischen Darbietungen. Bands spielen auf und es wird geschwoft. Für den Abschluss der Veranstaltung komponierten lettische Komponisten ein Konzert mit modernen und klassischen Elementen: Alte Volkslieder im neuen Gewand, gesungen von einem 500-köpfigen Chor und dazu 300 Tänzer – das geht unter die Haut. Zunächst zögerlich sprühen dann pyrotechnische Einrichtungen auf der Bühne erste Lichtkaskaden zu den letzten Takten, bevor immer höher aufsteigend Feuerwerkskörper vom benachbarten Fluss Daugava eine surreale Atmosphäre erzeugen. Ein phantastischer Abschied nach unserem wunderschönen Segeltörn durch die Rigaer Bucht. Danke, Jochen und Anke!
Crewwechsel in Riga: Unsere Yacht macht in der zentral gelegenen Andrejosta Marina fest. Die Innenstadt von Riga könnt Ihr zu Fuß in circa 15 Minuten erreichen. Dort gibt es eine große Auswahl guter Restaurants mit baltischer oder internationaler Küche. Spezialität ist zum Beispiel Sauerkraut, graues Erbsengericht oder geräucherte Ware. Zum Einkaufen geht Ihr am besten auf den Markt. Es ist der größte Europas. Mengen an Blaubeeren, Körbe voller Pfifferlinge, lokale scharfe salamiähnliche, geräucherte Wurst, lokale sehr leckere Käsesorten – all das kauft Ihr hier für Euren Törn. Riga ist auch die Stadt der Biere: Viele verschiedene Sorten gibt es - helle, rote oder dunkle Biere, oft mit reichlich Umdrehungen, schmecken eins besser als das andere. Na dann mal Prost! Ganz in der Nähe unserer Marina gibt es zudem einen gut sortierten Supermarkt. Der Flughafen ist ca. ¼ Stunde Taxifahrt entfernt, die ca. 10 € kostet. Günstige Flüge gibt es mit AirBaltic.

Die Häfen der baltischen Staaten Litauen, Lettland und Estland haben sich seit ihrer Unabhängigkeit für Segler weit geöffnet. Überall spürt der Besucher eine lebendige Aufbruchstimmung, Lebensfreude und den Willen zum wirtschaftlichen Vorankommen. An Land entfaltet sich die Pracht der gut erhaltenen Hansestädte wie Klaipeda, Riga oder Tallinn. Es ist ein Vergnügen, hier zu bummeln, bei einem Getränk zu sitzen und einfach zu genießen.

Die Rigaer Bucht ist ein herrliches, geschütztes Segelrevier, in dem das estländische Archipel, rund um die Inseln Saaremaa und Hiiumaa nur so vor natürlicher Schönheit strotzt. Ohne weiteres kann es von der Schönheit her mit den finnischen oder schwedischen Schären mithalten. Noch verharrt dieses touristisch bisher unerschlossene Gebiet in einer Ursprünglichkeit, die in Europa wohl nur noch selten zu finden ist.

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