Törnsuche: 

Weltweite Mitsegel- und Ausbildungstörns

Yachtüberführungen / Yacht Deliveries

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! - Telefon: + 49 (0)40 675 40 44

Segeln genießen, Starkwindrevier im ewigen Sommer!

Wind und Wetter auf den Kanarischen Inseln: 300 Tage Sonnenschein und das ganze Jahr über mildes Klima.

Oft liegt das Azorenhoch dort wo es hingehört. Zwischen niedrigem Druck über der Sahara und hohem Druck im Atlantik entsteht eine mächtige NE- Strömung. In der Düse zwischen den hohen Inseln der Kanaren verstärkt sich der Wind auf bis zu 8 Beaufort. Im Süden der Inseln, also in Lee der mächtigen Berge, weht dagegen nur ein laues Lüftchen. Die Grenze zum Starkwindgürtel ist oft haarscharf. Noch segelt ihr bei leichtem Wind und seht schon vor euch das Wasser kochen. Die Sonne scheint und die Lufttemperatur ist angenehm, es fühlt sich an wie ein wunderschöner Sommertag zu Hause. Aber leider ist immer Bewegung in der weltweiten Zirkulation und nichts ist von ewiger Dauer. Das Azorenhoch verliert dann seine Intensität oder verabschiedet sich ganz von der Wetterkarte. Auf Grund schwacher Luftdruckgegensätze liegen die Kanaren in der Flaute. Es kann auch noch anders kommen und ein Tiefdruckgebiet saust auf abwegiger Route in unser Revier. Aber eine solche Wetterlage ist eher selten, nicht von langer Dauer und segeln tun wir trotzdem!

Die Sonne wärmt die Luft auf 25 Grad. Der Starkwind zaubert weiße Schaumkronen auf das tiefblaue Meer. Das ist Starkwindsegeln vom Allerfeinsten! In Lee der Inseln schwächelt dann der Wind und bei 22 Grad Wassertemperatur ist das Bad im Atlantik angenehm erfrischend. Im Winter sind die Kanaren ein tolles Segelrevier!

 

Zwischen den westlichsten Inseln der Kanaren ist nicht viel Schiffsverkehr. Ihr werdet viele Wale sehen und in den letzten Jahren haben sich auch wieder viele Schildkröten angesiedelt, besonders zwischen Gomera und El Hierro sieht man sehr viele. Die kleinen Inseln haben "noch" keine eigenen Flughäfen, daher sind sie noch nicht so touristisch und haben sich ihren spanischen Charme bewahrt. Es gibt tolle kleine Restaurants, aber das, was in der Kombüse gezaubert werden kann, ist auch nicht ohne. Frisch eingekauft vom Markt: Vor wenigen Stunden noch dieses nasskalte Schmuddelwetter, und jetzt das! Passatwind, blauer Himmel, strahlende Sonne und 25° warme Luft. Vor uns liegen ein paar Tage Atlantiksegeln, Sonne tanken und relaxen - stets getrieben vom legendären NE-Passat.

Ein Schrei ertönt vom Vorschiff. Der Wind trägt ihn nach achtern. Der Klang ist erst erschreckt und überrascht, dann eher amüsiert und lustig. Klaus ist nass bis auf die Knochen! Dabei haben wir ihn noch gewarnt! Alle lachen mit. Bei hochsommerlichen Temperaturen sonnte er sich in Shorts und T-Shirt auf dem Vorschiff. Der Wind wird stetig mehr. Die See ist noch ruhig, doch dann kommt der erste kleine Berg, klatscht gegen die Bordwand und zischt übers Deck. Wir segeln in die Düse zwischen Teneriffa und Gomera.

Wie Ihr seht, sind die optischen Eindrücke auf den Kanaren sehr unterschiedlich. Die Inseln sind einfach wunderschön und immer eine Reise wert. Und wer das Flautenschieben aus dem Mittelmeer satt hat, der kommt hier beim Segeln voll auf seine Kosten.

Die Inseln sind teilweise sehr hoch. Mit 3718 Metern ist der Teide auf Teneriffa sogar der höchste Berg Spaniens. Es gibt nicht viele Strände, jedoch ist in Lee der Inseln ruhige See, so dass wir prima von Bord aus baden können. Spanische Esskultur wird durch regionale Küche ergänzt. Die Kanarischen Inseln, westlich vor Afrikas Küste im Atlantik gelegen, sind eigentlich ein klassisches "Blauwasserrevier". Der offene Atlantik, starke z.T. auch stürmische Winde, die entlang der Landmassen und Bergriesen tückisch sein können, lassen dieses Revier für Anfänger ungeeignet erscheinen. Und in der Tat: das Einmaleins des Reffens sollte jede Crew beherrschen. Wer sich darauf versteht, wird hier soviel Segelfreude erleben, wie sonst selten. Im Winter, wenn Nordeuropa unter Schnee und Eis begraben ist, und auch das Mittelmeer Luft und Herzen nicht mehr ausreichend erwärmen kann, findet man hier unten Frühlingstemperaturen und zumeist eine strahlende Sonne an einem wolkenlosen Himmel.

Von Teneriffa aus können wir die reizvollen Inseln im Westen erkunden: Gomera, El Hierro und La Palma. Der längste Schlag am Stück sind max. 60 sm (Puerto de la Estaca / El Hierro nach St. Cruz de La Palma).

Der Kanarenpowertörn beinhaltet alle drei westlichen Inseln, hat also drei lange Schläge und ist sehr sportlich. Beim normalen Kanarentörn segeln wir entweder nach El Hierro über Gomera oder nach La Palma über Gomera. So ist dann Zeit, um einen kompletten Tag auch mal mit einem Landausflug zu verbringen. Alle drei Inseln haben dafür viel zu bieten und auch unsere Startinsel Teneriffa: Eine Fahrt hinauf zum Teide durch die unterschiedlichen Klimazonen wird Euch unvergessen bleiben.

Das Segeln auf den Kanaren ist etwas für sportliche Segler, die Inseln liegen mitten im Atlantik, der meist nördliche Wind baut zwischen den Inseln eine ordentliche Welle auf. Durch die enorme Höhe der Inseln baut sich zwischen ihnen eine Düse auf, Reffen gehört also zum täglichen Einmaleins.

Unser Tipp: Verlängert eure Segelreise und erlebt auf Teneriffa Sensationelles: Wanderung bergab durch die phantastische Mascaschlucht, Gipfelrundweg mit herrlicher Aussicht durch das bewaldete Anegadagebirge. Kulinarischer Gaumenschmaus im Restaurant der Fischereikooperative, Baden am weißen Sandstrand von St.Cruz, Besuch des Loroparks und vieles mehr!

Landausflüge in den Kanarischen Inseln – 2 Wochen Großer Entdeckertörn:
Bei unserem großen Entdeckertörn verbinden wir schöne Segeltage und tolle Landausflüge. Auf allen Inseln können wir für kleines Geld Leihwagen mieten und schon gehts los. Hier berichten wir, was wir erlebt haben.
Gomera
Unser Skipper Thomas Trestler mit seiner Crew erlebte diesen Ausflug in Gomera!
Nach gestrigem Einsegeln und ersten kräftigen Salzrändern in unsrem Segelzeug freuen wir uns heute schon auf Land, Leute und etwas festen Boden unter den Beinen. Selbst das Frühstück schmeckt besser als gewohnt und wir sind neugierig auf mehr. An der Hafenpromenade übernehmen wir unsre Leihwagen und los geht's durch immer atemberaubendere (Ur-)Landschaft in Richtung Hermigua. Über das pittoreske Dörfchen Agulo erreichen wir von einigen Fotostop´s unterbrochen das Tor zum Garajonay Nationalpark. Ein kurzer Stop im liebevoll aufgebauten Besucherzentrum informiert uns über die einzigartige Fauna, Flora und Geologie, sowie Geschichte und Besonderheiten der Insel. Dann geht's mitten durch jahrhundertealte Lorbeerwälder, moosbewachsene Baumriesen, es duftet nach Kräutern und eigentlich würde es uns nicht wundern, wenn Einhörner oder Dinosaurier unsren Weg kreuzen würden. Das nächste Highlight ist der Aussichtspunkt „Mirador del Santo", zu dem wir eine kurze Wanderung (20min.) unternehmen werden. Bei klarer Sicht erkennen wir jenseits der Schlucht unsre nächsten Reiseziele – die Inseln La Palma und El Hierro. Anschließend führen uns abenteuerliche Serpentinen tief hinunter ins Valle Gran Rey, bekannt für seine Aussteigerkolonien, fruchtbaren Felder, bunten Häuser und entspannten Menschen. Höchste Zeit, uns ein wenig im Meer abzukühlen und danach im Lokal der hiesigen Fischerkooperative den Gaumen mit frischem Fisch zu verwöhnen. Zurück geht's auf einer Alternativroute wieder durch den Garajonai Nationalpark – noch viele Fotostop´s an atemberaubenden Aussichtspunkten warten auf uns, bevor wir spätnachmittags wieder unsren Ausgangspunkt San Sebastian erreichen.

La Palma
Unser Skipper Thomas Trestler mit seiner Crew erlebte diesen Ausflug in La Palma!
Nach entspanntem Frühstück übernehmen wir unsre Leihwagen und fahren erstmal in den Norden La Palmas. In der Gegend von Barlovento mit seinen berühmten „Nebelfällen" entdecken wir die Besonderheiten der Trinkwasserversorgung einiger Kanareninseln – hier versorgen die Bäume das Land und nicht wie gewohnt umgekehrt. Nicht die einzige Besonderheit . . . weiter geht's an gewaltigen Sternwarten vorbei hoch zum Roque de los Muchachos, dem höchsten Punkt am Kraterrand der Insel (2.426m). Je nach Wetterlage und Windrichtungen müssen wir uns auf Temperaturdifferenzen von 25 Grad und mehr einstellen – von plus 28 Grad und stechender Sonne bis minus 5 Grad und 20 cm blankem Eis haben wir hier oben schon alles erlebt. Wir wandern am Schlund zur Hölle, die Fotoapparate klicken Dauerfeuer, der nächste Szenenwechsel wartet aber bereits. Über die Weinbaugegend von Tijarafe fahren wir an die Westküste. Tazacorte erwartet uns mit kohlschwarzen, glitzernden Sandstränden, angenehm warmem Meer – und verdienten kulinarischen Genüssen. Entlang schier endloser Bananenplantagen und Weinberge erreichen wir schließlich die Südspitze La Palma´s . . . wir spazieren über den zuletzt 1971 ausgebrochenen Vulkan Teneguia und kaufen vielleicht die eine oder andre Flasche excellenten Rotweins direkt vom Weinbauern. Müde, satt und beeindruckt lassen wir den Tag bei einem guten Glas auf der Terrasse der Marina ausklingen.

El Hierro
Unser Skipper Thomas Trestler mit seiner Crew erlebte diesen Ausflug in El Hierro!
Die kleinste, aber vielleicht interessanteste Kanareninsel. Kaum vorstellbar, dass hier die letzte Phase der Steinzeit vor erst 5 – 600 Jahren geendet hat. Hier erwarten uns Stille, Langsamkeit, Ursprung und eine Landschaft, in der der Film „Jurassic Park" entstanden sein könnte. Von unsrem Hafen Puerto de la Estaca aus fahren wir in die „Hauptstadt" von El Hierro, Villa Valverde – für unsere Begriffe ein etwas ausgedehnteres Fischerdorf mit Apotheke und Supermarkt. Der zweite Punkt unsrer Rundreise sind die natürlichen Felsenpools von Charco Azul, hier können wir in von der Natur erschaffenen Swimmingpools baden und absolut geschützt die gewaltige Brandung beobachten, die hier an die Nordküste trifft. Danach geht´s weiter zum (einst) westlichsten Leuchtturm der alten Welt . . . unmittelbar daneben können wir uns vorm Monument des ehemaligen Nullmeridians (zwischen 1634 und 1883 verlief er hier durch El Hierro, erst danach durch Greenwich) fotografieren lassen. Wahrscheinlich gibt es nicht viele „noch schiffigere" Fotoandenken auf dieser Welt. Durch beeindruckende Pinienwälder, marsähnliche Lavafelder und fruchtbare Wiesen fahren wir an „heiligen Bäumen" vorbei ins Fischerzentrum der Insel – nach Puerto Restinga. Hier kosten wir uns ausgiebig durch Großmutters Töpfe, bevor wir wieder nach Puerto Estaca zurückkommen. Nicht zum ersten Mal stellen wir fest, dass die Tage viel zu schnell vergehen, aber segeln steht ja auch noch auf dem Programm. Und das nicht zu knapp.

Teneriffa Süd
Hier gibt es zwei sehr interessante Landausflüge. Die erste Route führt durch herrlichen Wald. Steil windet sich die Straße bergauf. Oben mündet sie in ein riesige Hochebene. Bimsstein so weit das Auge reicht. Und in heraus ragt der Teide. Eine Seilbahn führt zum Gipfel. Die zweite Route führt in die Bergregionen des Südwestens. Von hier führt eine Wanderung entlang eines Baches immer bergab durch die wilde Mascaschlucht. Ihr lauft circa 4-5 Stunden. Die Schlucht mündet in einer kleinen Bucht. Von dort holt euch dann ein kleines Motorboot ab.
Teneriffa Nord
Unbedingt empfehlenswert ist ein Ausflug ins Anegadagebirge. Vorher nehmt ihr ein Bad im Atlantik am schönen Strand Teresitas nördlich von Santa Cruz. Hier findet sich auch das einfache Restaurant der Fischereikooperative. Der Fisch und die Meerestiere sind von hervorragender Qualität und das Restaurant ist bei den Einheimischen sehr beliebt.

Wetter Kanaren / PassageWeather