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Liebes Skipperteam,

ich komme gerade von einem Törn rund um Fünen mit der Speedy Go! und dem Skipper Oliver Schell zurück. Da auch Gutes mal ausgesprochen werden muss, möchte ich hier "fünf Sterne von fünf möglichen" für Skipper und Schiff vergeben.
Das Schiff: vollständig ausgerüstet, schnell und agil, breite Achterkoje, so dass das Liegen zu zweit mit einer fremden Person kein Problem darstellt. Gemütliche Inneneinrichtung, Kücheneinrichtung geradezu vorbildlich. Alles ist noch heil, sauber und komplett. Hoffentlich geht es mit dem Schiff so weiter.
Oliver als Skipper ist überdurchschnittlich. Dass der Skipper das Schiff beherrscht, ist selbstverständlich, aber dass er auch noch gerne Ausbilder ist, ohne dass man einen Ausbildungstörn gebucht hat, das ist das Sahnehäubchen. Und dabei ist Oliver perfekt. Er gibt klare Anweisungen bei allen Segelmanövern und wird trotz wiederholter Fehler nicht ungeduldig. Er hat ein gutes Auge für das, was er der Mannschaft zumuten kann, er fordert sie ohne sie zu überfordern. Er macht sich die Mühe, auch Ängstliche zum Steuern des Bootes zu ermutigen und sie einfühlsam dabei zu begleiten. Er ist in allen Anforderungen sehr genau, ohne die Mannschaft damit zu quälen. Segeln steht im Vordergrund, also wird immer wieder gerefft und ausgerefft und so lange es geht auch aufgekreuzt. Das ist für den Skipper viel mühsamer, als wenn er vielleicht von vornherein ein ordentliches Reff einlegt und es auch dann stehen lässt, wenn garnicht gerefft werden muss. Auch der großzügigere Gebrauch des Motors könnte ihm das Leben u.U. erleichtern. Darauf verzichtet Oliver aber und es ist ihm ganz offensichtlich daran gegelegen, seiner Crew das Segeln so schmackhaft zu machen, dass die Leute dabei bleiben. Fast überflüssig zu erwähnen, dass die Törnplanung mit Übersicht über die Wetterlage und die Ausschreibung des Törns gemacht wurde.
Dieser Törn war zwar erst mein dritter Mitsegeltörn, ich meine aber, dass ich mir ein Urteil erlauben kann, weil ich seit mehr als 20 Jahren auf privater Basis Fahrtensegeln mache.
Dass es auch anders aussehen kann, habe ich bei den ersten beiden Törns erfahren. Rund Mallorca gab es zwar ein ordentliches Schiff vom Skipperteam, aber einen sehr lahmen Skipper. Beim zweiten Törn mit der Konkurrenz gab es einen guten Skipper, aber das Schiff war eine Katastrophe: Kaputte Segel, keine Papierkarte, kein Fernglas, keine Lenzpumpe, keine Taschenlampe, Instrumente, die nichts oder falsch anzeigen, ein schonungsbedürftiger Motor, Öl in der Bilge und Polster aus denen das Innenleben herausquillt. Und damit sollte die Adria bei Nacht überquert werden. Zu guter letzt rissen die Steuerseile kurz vor dem Zielhafen...
Mit anderen Worten: so wie ich es bei dem Törn um Fünen herum erlebt habe, soll es sein. Auf die Zusammensetzung der Crew hat der Veranstalter keinen Einfluss, aber auf den Zustand des Schiffes und das Engagement der Skipper schon. Deshalb also diese ausführliche Rückmeldung! Unter solchen Umständen würde ich immer wieder mit dem Skipperteam fahren.

Herzlichen Gruß
Doris